Autobiografien/Biografien,  Novelle

Das Glück der falschen Fährten – Andreas Niedermann

Der Autor Andreas Niedermann soll einen Vortrag schreiben. Sogar gut bezahlt soll es werden. Etwas das in Niedermanns Leben als Autor oder Verleger nicht oft vorkommt. Die Arbeitsbedingungen und -umgebung ist auch gar nicht mal schlecht, die Familie ist auf Auslandsaufenthalt. Der Autor hat sich in eine kleine, kostengünstige Wohnung zurückgezogen. Kaum Möbel, wenig Ablenkung und auch wenn das Geld knapp ist, das Nötige ist da und doch geht es nicht voran. Als dann auch noch die Countrysängerin Lucinda Williams bei ihm einquartiert wird, ist es erst einmal ganz aus. Immer weniger findet er in sein Thema und die Träume beginnen. Nahezu jede Nacht, begegnet er im Traum einer Countrygröße, während er am Tag über die Literaturlandschaft, sein Leben als Verleger und Autor, über die vergangenen Jahre, über Boxkämpfe, über Lesungen und frühere Saufereien sinniert.

Schon mehrfach habe ich Bücher von Andreas Niedermann rezensiert und darauf hingewiesen, welches Vergnügen das Lesen dieser ist. Auch diese kleine feine Novelle kann ich nur wärmstens empfehlen. Selbstironisch, klar und witzig wird hier Rückschau gehalten, ohne lamoryant zu werden. Dazu noch die witzige Rahmenhandlung. Unbedingt lesenswert.

Der Autor:
Andreas Niedermann,
 * 1956 in Basel (CH). Nach einer Ausbildung zum Chemielaboranten war er lange in Europa unterwegs und arbeitete unter anderem als Steinbrecher, Kinobetreiber, Theatertechniker, Alphirte, Journalist und Fitnesstrainer. Sein Debut, der Roman „Sauser“, erschien 1987. Seitdem publizierte er mehr als zehn Bücher. Er lebt in Wien.

Autorin und Literaturrezensentin, meine weiteren Interessen sind weit gestreut, unter anderem fotografiere ist mit Begeisterung und bin eine von diesen Ökotanten, die kein Smartphone haben, koche bio, habe kein Auto, ganz zu schweigen davon, dass ich schwer Femnismus habe.

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