Kinder- und Jugendbuch,  Märchen

Der Spiel der Dämonenjäger von Sayantani DasGupta – Übersetzerin: Gabriele Haefs

Mit Das Spiel der Dämonenjäger stellt Sayantani DasGupta den zweiten Band ihrer Prinzessin Kiranmala Reihe vor. Den ersten Teil Das Geheimnis des Schlangenkönigs muss mensch nicht zwingend vorweg gelesen habe, doch die Versuchung es nach Band 2 zu tun, wird groß sein. Die Autorin nimmt sehr geschickt auf vorrangegangene Ereignisse und Personen Bezug.

Nachdem Kiranmala ihr Abenteuer mit dem Schlangenkönig überstanden hat, ist es ihr doch ein wenig langweilig in New Jersey und ohne Nachricht von ihren Freunden aus dem Königreich dahinter. Sie ist verärgert, dass sich niemand meldet, außer der Dämonenkönigin, die sie in ihren Träumen heimsucht. Irgendwann gibt sie deren Aufforderungen nach sich an der Intergalaktischen Show Wer.Wird.Dämonjäger? zu beteiligen, denn schließlich gilt es Neel, ihren Freund aus den Fängen des Schlangenkönigs zu befreien. Als sie mit einer Autorikscha aus dem Geräteschuppen ihrer Schule startet, hat sie eine Mitreisende. Naya, die neue, kichernde, selfieverrückte, Mitschülerin, die aber auch noch etwas ganz anderes zu sein scheint.

Sayantani DasGupta wuchs mit den bengalischen Märchen über mutige Prinzessinnen, Rakkoschis und fliegende Pferde auf und diese Elemente sind ein wichtiger Bestandteil ihrer Geschichten um Kiranmala und das Königreich dahinter. Ein weiteres Element ist Astronomie und so weltliches, wie die Gefahren, die soziale Medien und Medienbilder bergen. Sayantani DasGupta versteht es gut zu vermitteln, dass nicht alles was schlecht scheint, durchweg schlecht ist und natürlich auch, dass nicht alles Gold ist, was glänzt. Dabei verwebt sie aktuelles mit mythologischen.

Was mir nicht so sehr gefiel, ist der übertrieben ironische Ton, dessen sich ,seit Rick Riordans Percy Jackson Reihe, viele Jugendbuchautor!nnen seit dessen Erfolg bedienen. Kann aber sein, dass er bei der Zielgruppe gut ankommt, der ich ja mit 62 Jahren nicht so unbedingt angehöre. Doch trotz meines fortgeschrittenen Alters hat das Buch mir gut gefallen.

Autorin und Literaturrezensentin, meine weiteren Interessen sind weit gestreut, unter anderem fotografiere ist mit Begeisterung und bin eine von diesen Ökotanten, die kein Smartphone haben, koche bio, habe kein Auto, ganz zu schweigen davon, dass ich schwer Femnismus habe.

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