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Invidias Gesetze von Henning Schöttke

Invidias Gesetze ist der fünfte Teil der Reihe um die sieben Todsünden von Henning Schöttke und ist, wie die Vorläufer auch, bei Stories & Friends erschienen.

Invidia ist die jüngste von drei Geschwistern, der Vater ist Arzt, Alkoholiker und gewalttätig, die Mutter fanatisch religiös. Schon als kleines Mädchen fesselt Invidia ihre Puppen und fühlt sich von Bildern gefesselter Menschen angezogen. Sie beginnt diese zu sammeln und fühlt sich schlecht dabei. Auch später, als sie bereits das Dorf ihrer Kindheit verlassen und ihr Jurastudium begonnen hat, kann sie sich ihrem Fetisch nicht stellen, noch immer ist dieser für sie mit Sünde besetzt. Später, als Staatsanwältin bezieht sie den Schuld von Sexualstraftätern auf sich, ist nicht in der Lage ihre sexuellen Bedürfnisse auszuleben, sich ihren jeweiligen Partnern mitzuteilen und als schließlich ein Stalker in ihr privates Umfeld eindringt, kommt zu der Angst um körperlichen Schaden, die Angst vor der Enthüllung und öffentlichen Bloßstellung ihres Fetisch.

Henning Schöttke spannt den Bogen von Invidias Geschichte über den Zeitraum von fast 40 Jahren und lässt die verschiedenen Menschen in Invidias Leben zu Wort kommen, so das seine Protagonistin dem Leser, der Leserin, sehr dreidimensional erscheint. Einziges Manko, meiner Meinung nach, ist das Ungleichgewicht, zwischen der Kriminalgeschichte und der Entwicklung, die Invidia durchläuft.

Fazit: Unbedingt lesenswert.

Die Vorläuferbände sind alle ebenfalls bei Stories & Friends erschienen.

Autorin und Literaturrezensentin, meine weiteren Interessen sind weit gestreut, unter anderem fotografiere ist mit Begeisterung und bin eine von diesen Ökotanten, die kein Smartphone haben, koche bio, habe kein Auto, ganz zu schweigen davon, dass ich schwer Femnismus habe.

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