Irland,  Roman

King Goshawk und die Vögel von Eimar O’Duffy – Übersetzerin: Gabriele Haefs

Der Weizenkönig King Goshwak hatte seiner Liebsten versprochen ihr alle Singvögel zu schenken. An das Versprechen erinnert macht er sich ans Werk und lässt alle Singvögel einfangen und in Volieren sperren, zur Freude Guzzelindas, die sich nun daran freuen kann, während alle anderen Menschen, für das Vergnügen Vogelgesang zu hören, zahlen müssen.

So beginnt Einmar O’Duffys King Goshawk und die Vögel. Nur ein Dubliner Philosoph, sieht wohin die Welt treibt. Er möchte etwas unternehmen und begibt sich nach Tir na nOg, der irischen Anderswelt, um einen Streiter für die Menschen zu finden. Cuchulainn, bekannt aus den irischen Sagen, ist bereit sich in die Schlacht zu werfen, doch wirklich etwas ausrichten kann er nicht. Genau so wenig, wie später sein Sohn Cuandine.

1926 hat O’Duffy diesen Roman geschrieben, diese höchst aktuelle Satire auf den Kapitalismus. Ein wundervolles Buch, welches in einer Reihe mit Flan O’Briens „At swimm two Birds“ und Douglas Adams Werken genannt wird. Es ist ein herrliches Vergnügen sich von O’Duffys Eloquenz, seinem Humor und seinem Scharfblick verzaubern zu lassen.

Gabriele Haefs hat diesen Roman, der bis dato noch nicht als Übersetzung vorlag, entdeckt, übersetzt und mit umfassenden Anmerkungen zu den irischen Sagen, zu Namen und Politik versehen.

Erschienen ist das Buch im Alfred Kröner Verlag. ISBN 978-3-520-60701-0, 20,00 € Hardcover

Autorin und Literaturrezensentin, meine weiteren Interessen sind weit gestreut, unter anderem fotografiere ist mit Begeisterung und bin eine von diesen Ökotanten, die kein Smartphone haben, koche bio, habe kein Auto, ganz zu schweigen davon, dass ich schwer Femnismus habe.

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