Norwegen,  Norwegen

Liebe kennt keine Feiertage von Maria Ernestam – Übersetzerin: Gabriele Haefs

Lisbeth ist 38 und lebt in einem kleinem Haus am Meer. Sie arbeitet als Lehrerin hat eine gute Freundin in dem kleinen Ort gefunden und schwankt zwischen, die Idylle ihres Lebens zu genießen und Angst vor der Einsamkeit. Vor fünf Jahren ist ihre Beziehung zu Harry zu Ende gegangen, seit dem lebt sie alleine. Plötzlich taucht der Verflossene wieder auf und bekennt seine Fehler und auch einige andere Herren entdecken das Lisbeth nicht so eine zögerliche graue Maus ist, wie es auf den ersten Blick scheint. Unter anderem zeigt ein Skilehrer mit Strahlelächeln, Silberzunge und durchtrainiertem Körper Interesse.

Lisbeth ist eine, deren Bedürfnisse weder auf ihrer Arbeit, noch in ihrer Familie, richtig wahrgenommen werden. Sie ist die, die man einfach mit einplant, ohne groß zu fragen, ob sie sich damit wohlfühlt. Doch langsam beginnt sie sich zu wehren, auch gegen Schwester Helena, die perfekte Frau, Mutter und Ärztin und Ex-Mann Harry, den smarten.

Ich muss gestehen, ich hatte es ein wenig schwer, mich auf das Buch einzulassen, weil es eben doch recht dicht am Kitsch längs schrammt, aber je weiter ich las, um so besser gefiel es mir. Der Roman wurde genau für dieses Genre geschrieben, also ist nicht allzu viel Tiefsinn zu erwarten und beim Lesen ging mir auf, dass ich genau das zur Zeit brauchen konnte. Eine Liebegeschichte, die nicht ganz typisch ist, sehr viel zu lachen bietet und in der eine katastrophale Frisur und ein Gipsbein, zwar nach einer Katastrophe aussehen, aber letztendlich die nötige Veränderungen für Lisbeth möglich machen. Feines Buch.

Autorin und Literaturrezensentin, meine weiteren Interessen sind weit gestreut, unter anderem fotografiere ist mit Begeisterung und bin eine von diesen Ökotanten, die kein Smartphone haben, koche bio, habe kein Auto, ganz zu schweigen davon, dass ich schwer Femnismus habe.

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