Krimi

Die Stille bringt den Tod von Karin Fossum

Mit „Die Stille bringt den Tod“ legt Karin Fossum ihren 13. Kommisar Sejer Krimi Obwohl Kriminalroman … im Grunde sind Karin Fossums Bücher brilliante Psychograme

Ragna Riegel hat einen Menschen getötet und wird nun zum Geschehen von Sejer vernommen. Er kann sich keinen Reim auf diese unscheinbare Frau machen und versucht hinter ihren Grund für die Tat zu kommen, hatte sie doch keine erkennbare Beziehung zu ihrem Opfer.

Es ist schwer eine Zusammenfassung zu schreiben, denn es passiert in der ersten Hälfte des Buches nicht viel. Ragna berichtet Sejer von ihrer Arbeit in einem Ramschladen namens Europris, von ihren Eltern, von ihrem Sohn und von den Nachrichten, die ihren Tod ankündigen, die sie in ihrem Briefkasten gefunden haben will. Die Schilderung in welcher Einsamkeit diese Frau lebt, die durch eine Operation ihre Stimme verloren hat, sie kann nur noch flüstern, ist bedrückend und mensch ahnt schon, dass so einiges bei ihr nicht normal ist, dass da etwas im Hintergrund lauert, denn immerhin hat diese Frau, die leicht übersehen und kaum gehört wird, einen Menschen brutal ermordet.

Wie ich schon oben schrieb, Karin Fossum ist brillant darin in die Psycho ihrer Protagonist!nnen einzutauchen und entfaltet sie vor den Leser!nnen. Witzigerweise habe ich beim Lesen ihrer Bücher immer das Gefühl, dass sie im Grunde keinen Krimi schreiben will. Ihr Kommisar Sejer ist merkwürdig zweidimensional, er scheint kaum eine Geschichte zu haben, nur so einige Fixpunkte und einen Hund.

Autorin und Literaturrezensentin, meine weiteren Interessen sind weit gestreut, unter anderem fotografiere ist mit Begeisterung und bin eine von diesen Ökotanten, die kein Smartphone haben, koche bio, habe kein Auto, ganz zu schweigen davon, dass ich schwer Femnismus habe.

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