Norwegen,  Roman

Viga-Ljot und Vigdis von Sigrid Undset – Übersetzerin Gabriele Haefs

Die Geschichte von Viga-Ljot und Vigdis spielt im frühchristlichen Norwegen. Der Isländer Viga-Ljot kommt mit seinem Onkel an den Hof von Vigdis Vater, um Bauholz zu kaufen. Schnell kommen sich die beiden jungen Leute näher und in eine Art Einverständnis. Doch Viga-Ljot ist ein ziemlicher Hitzkopf und beträgt sich sehr ungebührliche, was dazu führt, dass Vigdis ist Wort zurückzieht. Er vergewaltigt sie daraufhin. Sie bleibt mit einem Kind und der Schande zurück. Nachdem ihr Vater getötet wurde, nimmt sie Rache an seinen Mördern und erobert sich den Hof zurück. Sie bleibt, trotz mehrerer Anträge ledig und baut den Hof wieder auf und kümmert sich um ihren Sohn.

Inzwischen ist Viga-Ljot nach Island zurückgekehrt und hat dort geheiratet, kann sich aber von Vigdis nicht lösen, worunter seine Ehe mit Leikny leidet. Alle seine Kinder aus dieser Ehe sterben. Viga-Ljot verlässt Island und begibt sich auf Reisen.

Bereits 1909 erschien dieses Buch in Norwegen. In den 30ziger Jahren, wurde es bereits einmal ins Deutsche übersetzt und nun liegt es neu, in der Übersetzung von Gabriele Haefs, vor, die einen sehr passenden, einfachen Ton für diese vor Leidenschaften strotzenden Geschichte gefunden hat.

Mir hat besonders die Erzählweise gefallen. Bis Vigdis den Hof ihres Vaters wieder aufbauen kann, spielt die Handlung in Norwegen, dann macht die Autorin einen Schwenk nach Island und erzählt, wie es dem Protagonisten ergangen ist, um dann nach Norwegen, dort wo alles begann zurück zu kehren. Schön auch, beide Protagonisten machen eine Entwicklung durch. Viga-Ljot wird weiter, bereut sein tun und kann doch seinem Ende, welches aus dem Geschehen resultiert nicht entgehen, während Vigdis härter wird und letztendlich alleine zurückbleibt.

Autorin und Literaturrezensentin, meine weiteren Interessen sind weit gestreut, unter anderem fotografiere ist mit Begeisterung und bin eine von diesen Ökotanten, die kein Smartphone haben, koche bio, habe kein Auto, ganz zu schweigen davon, dass ich schwer Femnismus habe.

Ein Kommentar

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.