Roman,  Sollte dringend übersetzt werden

Rebeccas Tale von Sally Beauman

Achtung: Rezension bezieht sich auf die englische Ausgabe.

Das Buch ist ein Sequel zu Rebecca von Daphne duMaurier

20 Jahre ist es her, dass Rebecca de Winter unter mysteriösen Umständen in der Bucht von Manderley, an der Küste Cornwalls ertrank. Oberst Julyan, der als Magistrat, damals in die Geschichte verstrickt war, kann dies nicht vergessen. Mittlerweile alt und gebrechlich, lässt er sich zögerlich von dem Historiker Tom Grey, der die Geschichte der de Winters aufarbeiten will, dabei aber hauptsächlich an Rebecca de Winter, ihr Leben und ihren Tod interessiert ist, ins Gespräch ziehen. Seine Tochter Elly, die sich zu Tom Grey hingezogen fühlt, betrachtet dies mit Sorge. Dann erhält der Colonel ein Notizbuch, welches der besagten Rebecca de Winter gehört haben soll.

Daphne du Mauriers Rebecca hat viele Generationen von Leser!nnen fasziniert. Ich habe es das erste Mal als junges Mädchen von vielleicht fünfzehn gelesen und bis heute lese ich es immer wieder. So auch das Sequel von Susan Hill Mrs. de Winter (1999), welches mich nicht überzeugte. Rebecca’s Tale ist mir mehr oder weniger zufällig vor die Nase gekommen und hat mich nun 2 Nächte bis in die frühen Morgenstunden wachgehalten. Sally Beauman gelingt es wundervoll die Geister der Vergangenheit mit der Gegenwart, in der der Roman spielt, zu verbinden und in der Metaebene eine Emanzipationsgeschichte einzuflechten, die ihre Kraft aus den Geschehnissen der Vergangenheit zieht.

Die Autorin lässt die Geschichte von unterschiedlichen Stimmen erzählen. Es beginnt mit Colonel Julyan gefolgt von Tom Grey und Elly Julyan. Dazwischen kommt via Tagebuch auch die geheimnisvolle Rebecca via Tagebuch zu Wort.

Das Buch erschien 2001 und wurde von der Daphne duMaurier Gesellschaft genehmigt. Meiner Meinung nach sollte es dringend übersetzt werden.

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